Der Lauf der Dinge durch …ein Quartier

Eine Reportage von Caroline Mallrich

Hallo, ich bin die Caroline, InterMedia Studentin an der FH in Dornbirn …und ich möchte gerne tauschen!

So in etwa stellte ich mich vor, als ich an den Haustüren von 20 Hausbewohnern in „meinem Quartier“ klingelte. Dinge zu tauschen, zu vertauschen innerhalb „eines Quartiers“, weiterzugeben von einem Haus zum anderen – von einem Besitzer zum nächsten – das war Gegenstand meines Experiments.

Welche Dinge bedeuten den Leuten etwas, welche Dinge wiederum nichts oder vielleicht auch nichts mehr? Kann der neue Besitzer mit dem getauschten Gegenstand des alten Besitzes etwas anfangen oder ist es für ihn ein wertloser Gegenstand? Findet der jeweilige Gegenstand einen neuen Wert an einem anderen Ort? Was bedeuten Gegenstände generell für Menschen? Dies alles waren Fragen die mich interessierten.

Meinen ersten Tauschgegenstand erhielt ich im Ventilator, dem Altwarenhandel in Dornbirn. Es war eine Milchkanne aus Porzellan. Dieser Gegenstand sollte nun einen neuen Besitzer finden. Beliebig klingelte ich also an den verschiedensten Haustüren in meinem Quartier. Neben meiner Tauschaktion erfuhr ich viel über die Gegend, die Straßen in denen die Menschen wohnen und auch über die Hausbewohner selbst. Oft wurde ich mit fragenden Blicken begrüßt und mit einem lächeln verabschiedet. Ich lernte die unterschiedlichsten Menschen kennen und erhielt die unterschiedlichsten Gegenstände.

Ich hoffe, ich konnte dem ein oder anderen vernachlässigten Gegenstand wieder einen Wert zurückgewinnen und bedanke mich bei jedem der 20 Hausbesitzer, die mir ihre Türe öffneten und dazu beitrugen, dass die Dinge ihren Lauf durch das Quartier nehmen konnten.

2 | Leonie