Hüllen

von Christoph Miler

Der Vorgang des Kleidens und Verkleidens ist keine zufällige Handlung, sondern legt auf selbstreflexive Weise Gefühle, Kultur, Sozialisation, Hoffnungen, Wünsche, Träume, gesellschaftliche Konformität, Individualität und Ängste frei. Diese Zusammenhänge thematisiert der Autor in Form einer Fotoreportage.

Indem alltägliche mit übertrieben faschingshaften Verkleidungen von Menschen innerhalb einer Porträtserie vermischt werden, wird der Betrachter zur kritischen Auseinandersetzung mit den Formen äußerer Inszenierung und den Grenzen zwischen Kleidung und Verkleidung aufgefordert. Durch die Entkontextualisierung der einzelnen Bilder wird das Hauptaugenmerk auf die unterschiedlichen Arten von künstlichen Hüllen gelegt und das Verhältnis von Innen und Außen sowie die Bedeutung von Kleidung als nonverbalem Kommunikationsmedium innerhalb der Liechtensteiner Gesellschaft hinterfragt.

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